Erfahrungsberichte

Welche Auswirkungen kann es haben, BRCA-positiv zu sein?

Gentest I

Gentest, ja oder nein?
Elisabeth, 25 Jahre aus Köln

Nachdem ich schon seit einiger Zeit über das Thema nachgedacht habe (ich bin gerade 25 geworden und irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass ab diesem Zeitpunkt Vorsorgeuntersuchungen zu bestimmten Krankheiten regelmäßig durchgeführt werden sollten), schaue ich mir die Broschüre zum Thema „Erblicher Brust- und Eierstockskrebs“ genauer an und stelle fest, dass ich zu der im Faltblatt skizzierten Risikogruppe gehöre.

Wieder vergeht einige Zeit bis ich mir ein Herz fasse und die Telefonnummer anrufe, die auf der Broschüre vermerkt ist. Die deutsche Krebshilfe leitet mich weiter an die Stelle, die hier in meiner Gegend für die Beratung bzw. Untersuchung im Bereich genetischen Brustkrebs zuständig ist. Dort bekomme ich einen Termin – 6 Monate später. Puh…

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Gentest II

Entlastung durch das Testergebnis?
Jasmin, 29 Jahre

Als ich 25 Jahre alt war, waren meine Oma mütterlicherseits, meine Mutter und meine Tante bereits an Brustkrebs erkrankt. Alle drei erkrankten innerhalb 3 Jahren.
Durch einen Familienangehörigen, der selber Gynäkologe ist, wurde in die Wege geleitet, dass ich mich in einer Klinik vorstelle die anstrebt zertifiziertes Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs zu werden. Von dem Angehörigen erfuhr ich weiter, dass es in Deutschland 12 Zentren an Kliniken gibt, die sich speziell mit diesem Thema befassen. 
Von meiner niedergelassenen Frauenärztin erfuhr ich diesbezüglich leider nie etwas.

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Kinderwunsch

Ruth, 45 Jahre aus Köln

Ich wollte nie wirklich ein zweites Kind. Mir war vor der ersten Schwangerschaft gar nicht klar, ob ich überhaupt Mutter werden wollte. Als ich schwanger wurde, war ich glücklich und bekam eine Tochter. Als meine Tochter zwei Jahre alt war, erkrankte ich mit 36 Jahren an Brustkrebs. Das Thema Kinderwunsch stand bei meinen vielen Terminen in Krankenhäusern und Praxen bei den Ärzten nicht auf der Tagesordnung. „Kümmern Sie sich lieber erstmal um sich selbst“, war der Tenor der Kommentare von Arztseite. Nach der Hochdosis-Chemotherapie blieb meine Periode aus. Da ich nicht der erste Fall in unserer Familie war, sondern auch schon meine Mutter und meine Tante an Brustkrebs erkrankten und verstarben, lies ich einen Gentest durchführen.

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Krebs in der Familie

Erst die Schwester, dann ich 
Ulrike aus Bonn

Meine Mutter starb am 09.10.1989 im Alter von 61 Jahren an Brustkrebs. Sie war 39 Jahre alt als sie erkrankte, meine Zwillingsschwester und ich damals gerade anderthalb Jahre alt. Die Schwester meiner Mutter war bereits im Alter von 42 Jahren an Brustkrebs verstorben.

Es war im Herbst 1999 als meine Zwillingsschwester einen harten Knoten in ihrer Brust tastete. Sie war damals 33 Jahre alt. Es folgten Diagnostik, Operation und Chemotherapie und die Aufnahme in das Programm der Deutschen Krebshilfe zum Familiären Brust- und Eierstockkrebs, damals noch in der Universitätsfrauenklinik in Bonn.

Die Testung unserer Gene brachte für uns keine große Überraschung: Wir sind eineiige Zwillinge! Im zweiten Brief kam dann die Bestätigung: „Frau H., die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ebenfalls an Brustkrebs erkranken, liegt bei 86 Prozent.

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Die prophylaktische Operation

Holly, 30 Jahre

Ich weiß seit 10 Jahren, dass ich den BRCA1 Gendefekt habe. Von Anfang an haben die Ärzte mit mir darauf hingearbeitet, dass ich 5Jahre vor Ersterkrankung meiner Mutter, die prophylaktische Entfernung des Brustdrüsengewebes inkl. Brustwarzen vornehmen lasse und mit Eigengewebe wieder aufbauen lasse. Ich hatte also wirklich lange Zeit mich zu informieren und diesen Schritt zusammen mit meiner Familie vorzubereiten. Die Entscheidung für die OP ist mir somit eher einfach gefallen. Was nicht heißt, dass ich am OP-Tag nicht absolut nervös war ...

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