25.04.2024
Ein Dank an die Forschung
Heute vor 71 Jahren (1953) wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ die Entdeckung der Molekularstruktur der Desoxyribonukleinsäure (engl: deoxyribonucleic acid), kurz: DNA, erstmals veröffentlicht. Dies war die Grundlage für all die weiterführende Grundlagenforschung, die es heute in der Gesundheitsversorgung möglich macht, veränderte (mutierte) Gene in Menschen zu identifizieren und damit ein eventuell erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen zu erkennen und einzuschätzen. Ein Wissen um dieses mögliche Risiko eröffnet die Chance, diesem etwas entgegenzusetzen.
1994, vor 30 Jahren, wurde das BRCA2-Gen entdeckt, welches unter anderem für die DNA-Reparatur in unseren Zellen verantwortlich ist. Liegt in dem BRCA2-Gen eine krankheitsauslösende Veränderung (Genmutation) vor, haben die Träger*innen erhöhtes Risiko an Brust-, Eierstock-, aber auch anderen Krebsarten zu erkranken. Mit dem Wissen um eine Genveränderung kann gehandelt werden. Durch eine intensivierte Früherkennung und/oder vorbeugende (prophylaktische) Maßnahmen bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, eine Krebserkrankung sehr früh zu erkennen oder im Idealfall sogar ganz zu verhindern.
Für Familien, in denen vermehrt Krebserkrankungen vorkommen – besonders in jungen Jahren – könnte es sinnvoll sein, eine genetische Beratung in spezialisierten Zentren aufzusuchen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite des BRCA-Netzwerks.
Wir bedanken uns bei allen Forscher*innen, die seit weit mehr als 71 Jahren täglich Zellen, Zellkerne, Chromosomen, Proteine und die vielen anderen Bausteine unseres Lebens so genau unter die Lupe nehmen! Diese, im Forschungsalltag so mühevolle, Detailarbeit bringt neue Erkenntnisse und den medizinischen Fortschritt für uns alle voran. Damit tragen Forschende dazu bei, unser Leben zu verbessern und zu verlängern.
24/04/24 rh/sh