Dienstag, 10. März 2026, 16 bis 18.30 Uhr
Mittwoch, 11. März 2026, 16 bis 18.30 Uhr
Anmeldeschluss: 4. März 2026
online, Teilnahme kostenlos
Ziel dieser Veranstaltung ist es, durch Wissensvermittlung und durch Selbsterfahrung Möglichkeiten zu schaffen, sich mit den physischen und psychischen Veränderungen des sexuellen Erlebens nach der Krebsbehandlung auseinanderzusetzen und über gezielte Inhalte und Übungen eine emotionale (Wieder-)Annäherung zur eigenen Sexualität zu schaffen. Wahrnehmungsübungen können das Selbstbild stärken und die sexuelle Gesundheit durch einen ressourcenorientierten Zugang zur eigenen Sexualität fördern.
Die Kursinhalte sind bewusst darauf ausgerichtet, dass nicht die Paarsexualität im Vordergrund steht, auch wenn diese ein großes Thema für viele Betroffene ist. Es soll in erster Linie um ein Verstehen der eigenen Körperfunktionen gehen und um Veränderungen in der individuellen Wahrnehmung. Dafür bedarf es ausreichend Zeit, Ruhe und die emotionale Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Die ausgewählten Körper- und Selbsterfahrungsübungen vermitteln Kompetenzen, die das Erleben des eigenen Körpers ermöglichen. Es soll dazu motiviert werden, sich mit einem “liebevollen Blick” anzuschauen, sich zu spüren und zu berühren. Eine solche Veränderung des Körperbewusstseins kann die Beziehung zur eigenen Sexualität positiv stärken.
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Grundlagen der weiblichen Sexualität
- Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung
- Bedeutung des eigenen Körperbilds und seine Veränderungen durch die Erkrankung
- sexuelle Lust/Unlust im Zusammenhang mit Bewegung, Atmung und Körpertonus
- Einfluss von Schmerzen durch Krankheit und Behandlung
Die Teilnehmerinnen erwartet eine Mischung aus Wissensvermittlung und praktischen Übungen. Zu Beginn sind die Übungen bewusst niederschwelliger gewählt und schulen die Körperwahrnehmung an sich. Im weiteren Verlauf sind sie so ausgewählt, dass durch Bewegung und Atmung die Durchblutung im Körper gefördert wird und dadurch (sexuelle) Lustgefühle angeregt werden können. Dieser Zustand kann emotional herausfordernd sein, Schamgefühle oder Gefühle von Verlust und Trauer können aufkommen. Vor den Übungen wird jedes Mal darauf hingewiesen, dass es die Möglichkeit für einen Breakout-Room mit einer Referentin gibt, falls Redebedarf außerhalb der gesamten Gruppe besteht.
Informationen und Anmeldung