Brustkrebs

Brustkrebs und familiärer Brustkrebs, ist das ein Unterschied?

In Deutschland erkranken jährlich rund 55.000 Frauen an Brustkrebs. Vor wenigen Jahren noch war diese Krankheit ein Tabuthema, über das nicht öffentlich gesprochen wurde. Nicht zuletzt durch die Berichte über prominente Betroffene wie die Sängerinnen Anastacia und Kylie Minogue oder deutsche Promis wie Barbara Rudnik und Sylvie van der Vaart wurde das Thema Brustkrebs medientauglich und öffentlichkeitswirksam. Dieser Umstand macht es anderen Betroffenen leichter, über ihre Erkrankungen offen zu sprechen. Dabei wird deutlich, dass es Fälle von Brustkrebs gibt, die innerhalb einer Familie nur eine Frau bzw. wenige Frauen über Generationen betreffen. In diesem Fall spricht man auch von sporadischem Brustkrebs.

In anderen Familien aber tritt die Erkrankung gehäuft und bereits in frühem Alter auf, manchmal auch gepaart mit Eierstockkrebs oder mit Brustkrebserkrankungen bei Männern. Wenn in diesen Familien mit einem Gentest nachgewiesen werden kann, dass die Anlage zur Erkrankung vererbt wird, spricht man von genetischem oder erblichem Brustkrebs. Diese Familien werden als Hochrisikofamilien bezeichnet.

Medizinische Wissenschaftler unterscheiden noch einmal zwischen familiärem und genetischem/erblichem Krebs. Genetisch bzw. erblich ist ein Krebs, wenn das Vorhandensein eines krankheitsauslösenden Gens (wie BRCA1 oder BRCA2) mit Hilfe eines Gentests nachgewiesen werden kann. Familiär wird die Krebserkrankung bzw. die Anlage hierzu genannt, wenn trotz einer familiären Häufung von Erkrankungsfällen keine genetische Veränderung nachgewiesen werden kann oder bisher kein Gentest durchgeführt wurde. Das BRCA-Netzwerk wendet sich an beide Gruppen und trifft diese Unterscheidung auf dieser Website nicht.

Was sind die Besonderheiten von genetischem Brustkrebs?

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