BRCA-positiv - was bedeutet das für Partnerschaft und Sexualität?

Brust- und Eierstockkrebs berühren die Weiblichkeit wie kaum eine andere Erkrankung. Aber auch, wenn man gar nicht erkrankt ist, sondern nach einem Gentest die Diagnose BRCA-positiv erhält, kann dies Auswirkungen auf das Erleben des eigenen Körpers haben. Und auch darauf, wie der Partner oder die Partnerin die betroffene Person erlebt und sich ihr gegenüber verhält. Eine vorsorgliche Brustamputation beispielsweise oder eine vorbeugende Eierstockentfernung, die es unmöglich macht, Kinder zu bekommen, führen häufig dazu, dass sich die Betroffenen nicht mehr als „ganze“ Frauen erleben. Diese Website soll es allen Betroffenen möglich machen, sich über dieses Thema auszutauschen und gegenseitig zu helfen.

Außerdem werden wir auf dieser Website in Zukunft Informationen rund um das Thema Partnerschaft und Sexualität zur Verfügung stellen.

Literaturtipps:
Broschüren zum Thema Krebs und Sexualität wurden beispielsweise von der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. oder von der Deutsche Krebshilfe erstellt.

Verhütung bei BRCA-Mutationsträgerinnen

Die Pille sollte Jugendlichen aus mit Brustkrebs belasteten Familien als sicheres Verhütungsmittel nicht vorenthalten werden. Mit einem hormonellen Ring werden etwas niedrigere Hormondosen appliziert. Sichere Hinweise für einen schädlichen Einfluss einer reinen Gestagentherapie mit 3-Monats-Spritze, Hormon-Stäbchen oder speziellen Spiralen gibt es nicht. Im Hinblick auf das Brustkrebsrisiko stellen die Kupfer-Spirale, die prophylaktische Entfernung der Eierstöcke im 40. Lebensjahr und die Sterilisation des Mannes oder der Frau die unbedenklichsten Verhütugsmethoden dar. Hormonelle Verhütungsmethoden sollten möglichst kurzzeitig angewendet werden.

Ausführliche Informationen finden Sie hier zum Thema

Datenlage Verhütung
Wie verhüten?
Hormone und Brustkrebsrisiko
Fragebogen Hormoneinnahme

 

Quelle:
Dr. med. Karin Kast,
Oberärztin
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Tel. +49 (0)351 458-2880
Fax +49 (0)351 458-5843

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
an der Technischen Universität Dresden
Anstalt des öffentlichen Rechts des Freistaates Sachsen
Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
http://www.uniklinikum-dresden.de

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