Früherkennung

Welche Früherkennungsmaßnahmen kann ich nutzen? Wie sollte meine Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung gestaltet sein?

Die Früherkennung von Krebserkrankungen hat in Deutschland Tradition und wird durch die Krankenversicherungen getragen. Informationen zur Herunterladen gibt es z.B. auf der Website der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. (pdf). Nicht anders als beim sporadischen Brust- und Eierstockkrebs gilt auch bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs: Je früher erkannt desto höher sind die Heilungschancen.

Im Unterschied zu sporadischen Formen des Mammakarzinoms(Brustkrebs) erkranken Frauen mit erblicher Veranlagung deutlich früher, durchschnittlich vor dem 50.Lebensjahr. Zudem sind familiäre Tumoren auch aggressiv und schnell wachsend, so dass die gesetzlichen Früherkennungsmaßnahmen (pdf) nicht ausreichend sind bzw. für jüngere Frauen noch gar nicht angeboten werden.

Zudem zeigen Tumoren, die durch eine Mutation der BRCA1- und BRCA2-Gene bedingt sind, ein bis zu fünffach erhöhtes Risiko für eine Zweiterkrankung der bisher gesunden Brust gegenüber den sporadischen Mammakarzinomen. Das Erkrankungsrisiko bei familiärer Belastung und für eine Zweiterkrankung lässt sich durch eine vorsorgliche Entfernung der Brustdrüse oder der Eierstöcke reduzieren. Da dies aber sehr einschneidende Maßnahmen sind, die sicher nicht für jede Frau in Frage kommen, ist eine intensivierte Früherkennung von großer Bedeutung. Diese wird in den siebzehn Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs angeboten und umfasst:

Ultraschall der Brust
Mammographie
Magnetresonanztomographie

Quelle:
MammaMia Spezial, Ratgeber
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