Definition

Familiärer Brustkrebs, was ist das?

Krebs entsteht durch Veränderungen in den Genen. Bei rund 30 Prozent aller Brust- und Eierstockkrebsfälle werden diese genetischen Veränderungen vererbt, also an die Nachkommen weitergegeben. Meistens ist dabei das sogenannte BRCA1- oder das BRCA2-Gen betroffen. Der Begriff BRCA stammt aus dem Englischen und bedeutet Brustkrebs. Aber auch das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, kann über dieses Gen vererbt werden. Sowohl Mutter als auch Vater können Träger der Genveränderung sein. Brust- und Eierstockkrebs kommt in den betroffenen Familien gehäuft vor und tritt bereits in jungen Jahren (vor dem 50. Lebensjahr) auf. Daher werden die betroffenen Familien auch „Risikofamilien“ genannt. Weitere Auffälligkeiten sind beispielsweise, dass Brustkrebs in beiden Brüsten auftreten kann oder dass Männer daran erkranken. Das Risiko, eine Genveränderung weiterzugeben, beträgt 50 Prozent. Dabei kann sowohl die Mutter als auch der Vater die Genveränderung vererben (man spricht von einem autosomal-dominanten Erbgang).

Aber: Wenn in Ihrer Familie Brustkrebsfälle aufgetreten sind, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie die Genveränderung geerbt haben. Und: Selbst wenn das veränderte Gen geerbt wurde, bedeutet das nicht, zwangsläufig an Brustkrebs zu erkranken. Es gibt bestimmte Einschlusskriterien, nach denen Ärzte und Ärztinnen entscheiden können, ob ein Gentest sinnvoll ist.

Komme ich aus einer Risikofamilie?
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(Stand: 11/23)

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