Der zweite Selbsthilfetag „familiärer Brust- und Eierstockkrebs“ der Frauenklinik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, am 6.11.2010 war mit mehr als 70 TeilnehmerInnen wieder sehr gut besucht. Mit großem Interesse wurden die angekündigten Themen präsentiert und diskutiert.
Frau Dr. Karin Kast, als Organisatorin, Oberärztin und Leiterin des Zentrums Familiärer Brust-und Eierstockkrebs, Universitätsfrauenklinik Dresden begann den Tag mit ihrem Vortrag zu dem neuen „BRCA 3“ Gen und der PARP-Studie, die in der Kölner Uniklinik begonnen hat. Für uns Patientinnen konnte sie uns hier viel Hoffnung geben für ein neues Medikament das ohne große Nebenwirkungen große Wirkungserfolge zu zeigen scheint. Weitere Infos über die PARP-Studie finden Sie auch auf http://www.brca-netzwerk.de/newsarchiv.html
Weiter im Programm ging es mit einem Vortrag über die Arbeit im Vorstand des BRCA-Netzwerkes im Jahr 2010 und über die Arbeit und Aktionen des Gesprächskreises in Dresden. Erfreulich war auch das Interesse an den für 2011 geplanten Themenabenden des BRCA-Gesprächskreis Dresden (http://www.brca-netzwerk.de/fileadmin/Content/Downloads/PDF/Terminaush%C3%A4nge/DresdenAushang2011.pdf ), in dem sich bereits 2010 nette und beständige Kontakte entwickelt haben.
Im Anschluss hielt Frau Dr. Andrea Petzhold, Oberärztin, Regionales Brustzentrum Dresden, Universitätsfrauenklinik Dresden, ihren Vortrag über prophylaktische Operationen der Brust. Dieses Thema ist bei den betroffenen und Rat suchenden Patientinnen stets eins der wichtigsten Themen. Auch hier bestanden die Möglichkeit eines regen Austausches und der Beantwortung der vielen Fragen.
In der folgenden Pause gab es die Möglichkeit sich über DNA und Sequenzen zu informieren und Brustselbstuntersuchung am Modell zu „üben“.
Unser Informationsstand wurde sehr rege besucht und wir konnten wieder viele neue Kontakte knüpfen.
Der abschließende Vortrag von Dr. Eva Maria Fallenberg, Leiterin Arbeitsbereich Mammografie, aus Berlin, Campus Charité Mitte, zum Thema: Intensiviertes Früherkennungsprogramm wurde ebenfalls mit großem Interesse verfolgt. Die immer wieder kehrenden Fragen: Ist die Mammografie noch notwendig? Jährlich MRT? Und warum Studie? konnten in ihrer Präsentation sehr verständlich erläutert werden.
Bei dieser zweiten Veranstaltung des „Zentrums Familiärer Brust-und Eierstockkrebs, Universitätsfrauenklinik Dresden“ haben wir haben uns sehr über den zunehmend männlichen Teilnehmerkreis gefreut, da es für viele Betroffene sicherlich hilfreich ist, wenn sich auch der Partner mit dem Thema auseinandersetzt.
Wir sind gespannt auf die Themen, die uns bei dem nächsten Patientinnentag in Dresden erwarten werden und bedanken uns für den sehr informativen und schönen Tag in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden